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Interview
Herr Kritikos, vor zehn Jahren hat die Finanzkrise Griechenland erfasst. Es wurde während dieser Krise viel von einem Strukturwandel hin zu einer innovationsgetriebenen Ökonomie gesprochen. Inwieweit ist das gelungen?
Kaum. Griechenland hat hunderte von Reformen durchmachen müssen. Man hat Renten gespart, Löhne und Staatsausgaben massiv gekürzt und auch die Arbeitsmärkte ...
18.07.2018| Alexander S. Kritikos
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Kommentar
Der Bundestag hat jüngst einer Umstrukturierung der Schulden für Griechenland zugestimmt und damit den Weg frei gemacht für eine letzte Tranche aus dem Hilfspaket und vor allem für Schuldenerleichterungen. Mit diesem Beschluss, der einem Schuldenschnitt gleich kommt, wird die Regierung in Athen wieder handlungsfähig, um nötige Reformen umzusetzen und Eigenverantwortung ...
11.07.2018| Marcel Fratzscher
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Pressemitteilung
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), wird am kommenden Montag und Dienstag an der ersten Sitzung des High-Level Advisory Board on Economic and Social Affairs, einem neu eingesetzten Beratungsgremium der Vereinten Nationen, in New York teilnehmen.
06.07.2018
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Kommentar
Am 2. Mai hat Haushaltskommissar Günther Oettinger die Vorstellungen der Europäischen Kommission für den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union (EU) in den Jahren 2021 bis 2027 vorgelegt. Dies ist das erste Zahlenwerk für eine Zeit nach dem Ausscheiden des Nettozahlers Großbritannien. Es ist zudem die erste Planung für eine Periode, in der sich die ...
09.05.2018| Kristina van Deuverden
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Kommentar
Nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron im Herbst vergangenen Jahres seine Reformanstöße für die Europäische Union (EU) vorgelegt hatte, kam er in der vergangenen Woche erstmalig nach der Regierungsbildung nach Berlin. Für die künftige Finanzarchitektur der EU finden sich in Macrons Vorschlägen vor allem zwei Ansatzpunkte: ...
25.04.2018| Kristina van Deuverden
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Interview
Herr Brenke, welche wirtschaftliche Bedeutung hat das Sozialwesen in Deutschland?
Das Sozialwesen hat keine große wirtschaftliche Bedeutung und trägt gerade einmal zwei Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Was aber interessant ist, ist die Entwicklung. Im Sozialwesen hat sich die Beschäftigung in den letzten 25 Jahren praktisch verdoppelt. Bei der Bruttowertschöpfung haben ...
18.04.2018| Karl Brenke
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Bericht
Wie muss die Eurozone reformiert werden, um besser auf Krisen vorbereitet zu sein? Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat dazu klare Vorstellungen. Am Montag, den 26. März 2018 erläuterte sie ihre Reformideen im Rahmen der DIW Europe Lectures im mit 250 Gästen vollständig gefüllten Saal des Auditoriums Friedrichstraße.
Einen Rückblick ...
27.03.2018| Christiane Zschech
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Bericht
Wofür und in welchem Ausmaß die privaten Haushalte in Deutschland Geld ausgeben, variiert erheblich mit dem Erwerbsstatus, Einkommen und Alter. Wie die vorliegende Studie auf Basis der aktuellen amtlichen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem Jahr 2013 zeigt, geben Arbeitslosenhaushalte mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Grundbedürfnisse wie Wohnen und Ernährung ...
07.03.2018| Karl Brenke
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Kommentar
Die deutschen Tafeln, die jüngst in den Schlagzeilen stehen, unterstützen mittlerweile 1,5 Millionen Menschen bundesweit: für Sozialverbände und viele andere ein untrügliches Zeichen für eine Zunahme der Armut und ein Versagen der hiesigen sozialen Sicherungssysteme. Allein dem Staat die Verantwortung zuzuschreiben greift jedoch zu kurz. ...
07.03.2018
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Pressemitteilung
Studie des DIW Berlin untersucht Zusammenhang zwischen AfD-Zweitstimmenergebnis und verschiedenen ökonomischen und soziodemografischen Variablen auf Wahlkreisebene – In Westdeutschland war die AfD in Wahlkreisen stark, in denen die Einkommen niedrig sind und viele Beschäftigte in der Industrie arbeiten – Im Osten in Wahlkreisen mit hohem Anteil an Älteren und mit hoher Dichte ...
21.02.2018
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Kommentar
Alexis Tsipras ist seit drei Jahren an der Macht, so lange wie kein griechischer Regierungschef vor ihm seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Diese drei Jahre konnten unterschiedlicher nicht sein. Das erste Jahr erinnerte an den Film „… denn sie wissen nicht, was sie tun“. Nur rasten die Troika in gepanzerter Limousine und im Trabant Tsipras und Varoufakis ...
14.02.2018| Alexander S. Kritikos
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Pressemitteilung
In wichtigen Bereichen wie Steuerpolitik, Bildung und Energie muss die zukünftige Große Koalition deutlich ambitionierter sein – Reformbedarf in Deutschland wird unzureichend angepackt
Deutschlands nächste Regierung wird höchstwahrscheinlich erneut eine Große Koalition. Die Ergebnisse der Sondierungen zwischen Unionsparteien und SPD, die als Basis für die gegenwärtigen ...
31.01.2018
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Pressemitteilung
Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
Eine Gruppe von 14 Ökonominnen und Ökonomen aus Deutschland und Frankreich, der auch Marcel Fratzscher (Präsident des DIW Berlin) und Clemens Fuest (Präsident des ifo Instituts) ...
17.01.2018
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Pressemitteilung
DIW Berlin analysiert Entwicklung des Frauenanteils in mehr als 500 Unternehmen – Keine Signalwirkung der Geschlechterquote auf Vorstände – Besonderer Aufholbedarf bei Banken und Versicherungen – Gemeinsame Anstrengungen von Politik und Unternehmen nötig
Die Geschlechterquote für Aufsichtsräte in Höhe von 30 Prozent greift: In den Kontrollgremien der gut ...
10.01.2018
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Interview
Frau Holst, wie hat sich der Frauenanteil in den deutschen Vorstandsetagen entwickelt?
In den Vorständen der nach dem Umsatz größten 200 Unternehmen stagnierte der Frauenteil Ende 2017 bei rund acht Prozent. Die DAX-30-Unternehmen konnten leicht zulegen auf 13 Prozent. Es gab auch rückläufige Entwicklungen, zum Beispiel bei den Versicherungen und den SDAX-Unternehmen. [ ...
10.01.2018| Elke Holst
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Pressemitteilung
Gert G. Wagner, von 2011 bis 2017 Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), feiert am 5. Januar seinen 65. Geburtstag. Der Ökonom und Sozialwissenschaftler leitete von 1989 bis 2011 die Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin und entwickelte das SOEP zur größten und am längsten laufenden Langzeitstudie ...
04.01.2018
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Kommentar
Kürzlich wurde von einem internationalen OECD-Vergleich berichtet, der – keineswegs überraschend – zeigt, dass Geringverdiener in Deutschland im Alter von der gesetzlichen Rentenversicherung eine Rente bekommen, die etwa 55 Prozent ihres früheren Nettogehalts entspricht. Das ist im Vergleich der OECD-Länder unterdurchschnittlich, wobei aber nicht nur Großbritannien ...
19.12.2017| Gert G. Wagner
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Pressemitteilung
Hochkonjunktur füllt Staatskasse – Sozialversicherungen durch mehr steuerfinanzierte Zuschüsse stützen und Freibeträge im Niedriglohnsektor gewähren – Große Unklarheit über weitere Ausrichtung der Finanzpolitik
Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen werden dieses Jahr voraussichtlich mit einem Überschuss von 47,4 Milliarden Euro abschließen. ...
13.12.2017
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Pressemitteilung
Stefan Liebig übernimmt ab 1. Januar 2018 Leitung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und Sitz im Vorstand des DIW Berlin
Stefan Liebig, Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld, wird zum 1. Januar 2018 Gert G. Wagner (64) als Vorstandsmitglied ablösen, der diese Position planmäßig altersbedingt abgeben wird. Im Vorstand des DIW Berlin verbleiben weiterhin ...
01.12.2017
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Kommentar
Vor 34 Jahren, als die Grünen erstmalig in den Deutschen Bundestag einzogen, war eine Koalition zwischen ihnen und den damaligen Koalitionären Union und FDP völlig undenkbar. Weder hätte man die Bedeutung bestimmter Begriffe der anderen Seite verstanden, noch wäre es gelungen, sich auch nur auf Inhalte einer Koalitionsverhandlung zu einigen. Und das entsprach der Verfasstheit ...
16.11.2017| Alexander S. Kritikos