Am 1. Juni 2016 ist die viel diskutierte Mietpreisbremse ein Jahr in Kraft. Seither wurde sie in 308 Städten eingeführt. Die im Vorfeld geäußerten Befürchtungen, die dringend benötigte Bautätigkeit würde damit massiv ausgebremst, haben sich ebenso wenig bewahrheitet wie die Hoffnungen, die Neuregelung könne den Zugang von GeringverdienerInnen zum Wohnungsmarkt spürbar verbessern. Um die Wirkung der ...
Nach der Finanzkrise von 2008/2009 erließ der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht einen neuen Vorschriftenkatalog zur Bankenregulierung (Basel III). Erstmals seit der Einführung internationaler Standards zur Bankenregulierung im Jahr 1988 werden darin verbindliche Vorgaben zur Liquiditätsregulierung formuliert. Eckpfeiler dieser Regelungen sind zwei Bilanzkennzahlen, mit denen die Liquiditäts- und ...
Die Investitionstätigkeit der Unternehmen ist ein Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Trotz günstiger Finanzierungsbedingungen hielten sich die Firmen in den vergangenen Jahren in Deutschland und im Euroraum aber weitgehend zurück, wenn es darum ging, in ihre Produktionsanlagen zu investieren. Dies könnte auch an einer verhältnismäßig schwachen öffentlichen Investitionstätigkeit liegen. Inwieweit ...
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem moderaten Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1,6 Prozent und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent zulegen. Getragen wird der Aufschwung vom privaten Konsum, der vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau, den spürbaren Steigerungen der Lohn- und Transfereinkommen und den Kaufkraftgewinnen infolge der gesunkenen Energiepreise profitiert. ...
Obwohl die Bundesregierung erste Maßnahmen auf den Weg gebracht hat, besteht in Deutschland weiterhin eine signifikante Investitionsschwäche. Die vorliegende Studie des DIW Berlin untermauert dies anhand der Entwicklung der Unternehmensinvestitionen. Demnach investieren die hiesigen Firmen heute kaum mehr als im Jahr 2007, also vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. In den USA beispielsweise ...
Erstmals seit fast zehn Jahren hat die US-Notenbank Fed Ende 2015 die Leitzinsen erhöht - ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Normalisierung der Geldpolitik, die seit Beginn der Finanzkrise sehr expansiv ausgerichtet ist. Im Vorfeld wurde befürchtet, dass die Zinswende erhebliche Auswirkungen auf die Schwellenländer haben könnte, da mit einem Anstieg der Zinsen in den USA Kapital dorthin abfließen ...