Abgeschlossenes Projekt
Die EU und das Vereinigte Königreich haben kürzlich Mechanismen zur CO₂-Grenzausgleichsabgabe (CBAM) entwickelt, um die in importierten Produkten enthaltenen CO₂-Kosten zu berücksichtigen. Dennoch bleiben Fragen hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Mechanismen offen, ob sie in der Lage sind, Unterschiede bei den CO₂-Kosten angemessen auszugleichen und Anreize für den Übergang zu sauberen Verfahren zu schaffen. Im Rahmen dieses Projekts haben das DIW Berlin, CETEx und ihre europäischen Partner die Sichtweisen von Akteuren aus der Industrie zu möglichen Reformoptionen erfasst und untersucht, wie diese besser mit den Zielen der industriellen Dekarbonisierung in Einklang gebracht werden können, ohne dabei die Wettbewerbsfähigkeit zu beeinträchtigen.
Es wurde eine Reihe halbstrukturierter Interviews mit Akteuren aus der Industrie in ganz Europa durchgeführt, die Hersteller und Verwender von Grundstoffen in vier Sektoren vertraten: Stahl, Aluminium, Zement und organische Chemikalien. Vier politische Optionen wurden dabei besonders untersucht: die geplante schrittweise Einführung des CBAM, die Verlängerung der kostenlosen CO₂-Zertifikate, „Green-Lead“-Märkte sowie eine CBAM-Reform hin zu standardisierten Werten. Darüber hinaus ermöglichte ein Workshop in Brüssel mit 36 Teilnehmern – darunter politische Entscheidungsträger, Industrievertreter, Wissenschaftler und Experten von Thinktanks – die gemeinsame Erörterung von Vorschlägen zur CBAM-Reform, insbesondere im Hinblick auf standardisierte Emissionswerte.
Themen: Industrie , Klimapolitik