Eine wichtige Stellschraube, um Deutschland auf einen dynamischeren Wachstumspfad zu bringen, ist es, das Arbeitsangebot zu steigern. Nach wie vor sind Frauen am Arbeitsmarkt weniger stark eingebunden als Männer. Für das Arbeitsangebot spielen Anreize im Einkommensteuersystem eine zentrale Rolle. Eine Reform des Ehegattensplittings in Richtung Realsplitting ist ein wichtiger Schritt, um die Erwerbsbeteiligung ...
Geduld – die zeitliche Präferenz zwischen Gegenwart und Zukunft – spielt eine wichtige Rolle für Bildungsentscheidungen, wenn man Bildung als Investition in den Menschen betrachtet. Wir nutzen auf Facebook beobachtete Interessen, um regionale Maße für Geduld zu entwickeln. Vergleicht man die Geduld der Bevöl¬kerung in den Regionen Italiens und der USA, hängt diese eng mit den Mathema¬tik- und Leseleistungen ...
Forschungsfrage: Der Gender Pay Gap lag in Deutschland 2025 bei 16 Prozent. Beleuchtet werden regionale, sektorale sowie alters- und bildungsbezogene Unterschiede. Methodik: Auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes und empirischer Forschung wird die ungleiche Aufteilung der unbezahlten Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern sowie der damit einhergehende hohe Anteil der teilzeitbeschäftigten ...
Die stark gestiegenen Vermögenspreise und die demografische Alterung haben das Erbschaftsteueraufkommen deutlich erhöht, während Freibeträge und Tarife seit 2010 unverändert blieben. Zugleich begünstigen weitreichende Steuerprivilegien insbesondere große Unternehmensübertragungen und tragen zur Vermögenskonzentration bei. Eine Reform sollte Vergünstigungen abbauen, Steuerzahlungen bei Unternehmen erleichtert ...
Die empirische Analyse zeigt, dass Zuwanderung den Fachkräftemangel in der Pflege reduziert und somit einen Beitrag leistet, die Herausforderungen im Pflegesystem in Deutschland zu reduzieren. Allerdings zeigt sich auch, dass das Potenzial größer wäre. Gezielte Anwerbeabkommen mit Drittstaaten sind ein zunehmend wichtiges Instrument zur Gewinnung von Fachkräften für die Langzeitpflege. Darüber hinaus ...
Bisherige Studien gehen davon aus, dass kognitive Fähigkeiten spätestens ab dem 30. Lebensjahr nachlassen. Einzigartige deutsche Längsschnittdaten zu Kompe¬tenzen zeigen ein anderes Bild: Kognitive Fähigkeiten nehmen im Durchschnitt bis in die Vierzigerjahre stark zu, bevor sie in den Bereichen Lesen und Schreiben leicht und beim Rechnen stärker abnehmen. Darüber hinaus gehen sie im höheren Alter nur ...