Zeitungs- und Blogbeiträge 2011
Senioren Bundesministerium für Familie
In: Monitor Familienforschung (Beiträge aus Forschung, Statistik und Familienpolitik) (2011), 25,
Die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf war in den letzten Jahren vor allem auf Eltern mit kleinen Kindern konzentriert. Mit dem Ausbau der Kindertagesbetreuung für Kinder im Alter von unter drei Jahren wurde hier ein wichtiger und notwendiger Schritt getan. Zusammen mit der Einführung des Elterngeldes konnte die Phase der Erwerbsunterbrechung nach der Geburt eines Kindes finanziell abgesichert und zugleich – soweit gewünscht – ein schneller Wiedereinstieg in den Beruf ermöglicht werden. Für Kinder ab dem Alter von drei Jahren besteht im Rahmen der vorhandenen Betreuungsinfrastruktur in Kindertagesstätten und Kindergärten bereits eine vollständige Versorgung. Der Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter Dreijährige dauert zum jetzigen Zeitpunkt an. Ab 2013 werden mit dem Rechtsanspruch für Vorschulkinder ab einem Jahr umfangreiche Bildungs- und Betreuungsangebote vorhanden sein, die den tatsächlichen Bedarf abdecken. Allerdings endet der Bedarf an Betreuung und Förderung der Kinder nicht mit dem Übergang in die Schule. Die Anforderungen an Bildung und Freizeitgestaltung der Kinder ändern sich und Eltern müssen sich auf die neue Betreuungssituation einstellen. Einige Stichworte dazu sind: Halbtagsbeschulung, Unterrichtsausfall, Schulferien oder die Unterstützung der Kinder bei den Hausaufgaben. Insgesamt ist es notwendig, auch die Situation von Familien mit Schulkindern im Hinblick auf Wünsche und Bedarfe stärker in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Ausgehend von der Sicht der Eltern und der Kinder auf diese Fragen, wird im Folgenden die Erwerbs- und Vereinbarkeitssituation von Familien mit Schulkindern genauer beleuchtet. Gefragt wird dabei auch nach den Möglichkeiten, bestehende Erwerbswünsche von Müttern mit Schulkindern zu realisieren.