Diskussionspapiere extern
Andrea Hense, Daniela Schiek
Essen: DGS Deutsche Gesellschaft für Soziologie, 2015,
Im Beitrag wird die Frage behandelt, inwiefern Betriebsaustritte mit späterer Wiederbeschäftigung (Recalls) auf der Seite der Betriebe als monetäre Strategie zur Bewältigung konjunktureller Krisen verstanden werden können, und ob diese Krisenbewältigung auf der Seite der Beschäftigten erwerbsbiografische Krisen auslöst. Hierzu werden die betrieblichen Ursachen von Recalls, ihre Auswirkungen auf das Einkommen der Arbeitnehmer/-innen und die Selbstwahrnehmung der Recall-Beschäftigten untersucht. Im Ergebnis zeigt sich, dass Recalls seitens der Betriebe zur Bewältigung konjunktureller Krisen genutzt werden und zur Verlagerung von Krisenkosten auf die Beschäftigten führen, jedoch bei den Beschäftigten keine persönlichen Krisen auslösen, sondern stattdessen Anerkennungskrisen lindern. Dabei ist noch weiter theoretisch wie empirisch zu klären, inwieweit es das Anerkennungsstreben von Arbeitnehmer/-innen ist, das Recalls als Flexibilisierungsstrategie überhaupt ermöglicht.
Themen: Arbeit und Beschäftigung
Keywords: Flexibilisierung, atypische Beschäftigung, Einkommensungleichheiten, soziale Anerkennung, Recalls
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