Jörg Hartmann untersucht, wie Herkunft und Kontext dauerhafte Ungleichheiten in Lebenschancen und Einstellungen erzeugen, und er tut das in Feldern, die sonst getrennt bearbeitet werden: Erwerbsverläufe von Geflüchteten und Zugewanderten, Ost-West-Unterschiede im Zugang zu Führungspositionen, rechtspopulistische Einstellungen, Umwelteinstellungen und Umweltbelastungen in Städten. Die Ergebnisse stehen unter anderem zweimal in der European Sociological Review, in der International Migration Review und im Journal of Ethnic and Migration Studies. Wo die Methoden fehlten, hat er sie gebaut: die Erweiterung der Kitagawa-Oaxaca-Blinder-Zerlegung auf Paneldaten, im Stata Journal veröffentlicht und als Stata-Befehl xtoaxaca verfügbar. Und er arbeitet nicht nur mit Daten, sondern an ihnen: Er organisierte die operative Durchführung der InRa-Beschäftigtenbefragung in vier Bundesbehörden mit rund 80.000 Eingeladenen und knapp 10.000 vollständigen Interviews, und im DFG-Projekt SUARE am SOEP des DIW Berlin erzeugt und dokumentiert er die Migrationsbiografien für das Nutzerfile. Jüngst gab er einen Campus-Band zu ethnisch diskriminierenden Einstellungen mit Holger Lengfeld heraus. Im DIW Wochenbericht schreibt er für ein breiteres Publikum; zu Geflüchteten, Einbürgerung und ostdeutschen Führungskräften war er in der Zeit, im WDR Morgenecho und in der Berliner Zeitung gefragt.