Video vom 21. Januar 2026
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Warum muss die Erbschaftsteuer reformiert werden?: Nachgeforscht bei Stefan Bach
Die Erbschaftsteuer gilt nicht für alle gleich: Unternehmen und auch milliardenschwere, nicht nur mittelständische Familienunternehmen haben Steuerprivilegien. Deshalb ist die Erbschaftsteuer reformbedürftig.
Mehr Erbfälle und stark gestiegene Vermögenswerte haben das Steueraufkommen auf jährlich zwölf Milliarden Euro erhöht. Gleichzeitig untergraben weitreichende Steuerbefreiungen die Legitimation der Steuer, insbesondere für hohe Unternehmensübertragungen. Das Bundesverfassungsgericht wird diese Privilegien voraussichtlich demnächst als rechtswidrig einstufen.
Würde man diese Privilegien durch Stundung und Verrentung der Steuerschuld ersetzen, könnte das Steueraufkommen langfristig um jährlich 7,8 Milliarden Euro oder 65 Prozent steigen. Die Mehrbelastung träfe fast ausschließlich die obersten Vermögensgruppen. Diese Mehreinnahmen könnten zumindest teilweise für höhere Lebensfreibeträge und reduzierte Steuertarife genutzt werden. Blieben Übertragungen zwischen engen Verwandten lebenslang bis eine Million Euro steuerfrei, würde die Zahl der Steuerpflichtigen um mehr als die Hälfte sinken und viele Erb*innen knapp oberhalb der bisherigen Freibeträge würden entlastet. Zusammen mit reformierten Steuertarifen könnten mit diesem DIW-Vorschlag langfristig zusätzliche Einnahmen von 2,3 Milliarden Euro im Jahr erzielt werden.
Transkript
Transkript des Videos als Volltext (PDF, 71.09 KB )
Themen: Steuern , Ungleichheit , Unternehmen , Verteilung